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[14.06.2007] Zukunftssymposium 2007 in Fuschl

Pohl & Partner Consulting war auch dieses Jahr wieder Sponsorpartner des Zukunftssymposiums 2007, ein exklusiver Netzwerkevent mit den 50 bedeutendsten Marktteilnehmern der Finanzdienstleistungsszene Österreichs.

Rund 50 führende Vertreter der heimischen Finanzdienstleistungsbranche folgten am 14. und 15. Juni der Einladung der Capital Bank zum zweiten Zunkunftssymposium in Fuschl bei Salzburg.

Ausgehend von einem Vortrag des deutschen Zukunftsforscher Stephan Magnus wurde in der Folge die nähere und fernere Zukunft der Finanzdienstleistungsbrache diskutiert, wobei vor allem die bevorstehenden Umstellungen infolge der Umsetzung der EU-Richtlinie MiFID im WAG 2007 im Vordergrund stand.

Magnus warnte das Publikum in seiner Einschätzung zukünftiger Entwicklungen allzu linear zu denken, eine Vielzahl von Entwicklungen verlauft progressiv, sodass sich viele Technologien und gesellschaftliche Prozesse wesentlich schneller und weitgehender durchsetzen könnten, als man das heute für möglich hält. Magnus: Unsere in der Steinzeit geprägten Denkmuster tendieren dazu, allzu starke Veränderungen der aktuellen Situation für unwahrscheinlich zu halten. Wir erkennen eine Revolution nicht, wenn wir eine sehen. Insbesondere nicht, wenn wir mitten in einer stecken!

Dass heute in der Nanotechnologie-Forschung an völlig neuen Produktionsmethoden gearbeitet wird, die Lebenserwartung nach wie vor weiter ansteigt oder dass heute schon neuartige Flugzeuge in Planung sind, mit denen man binnen zwei Stunden von Paris nach Hongkong fliegen kann, wird vielfach ignoriert.“ Magnus geht davon aus, dass in Zukunft völlig andere Lebensmodelle möglich sein werden als heute und das werde auch auf die Finanzdienstleistungsbranche Auswirkungen haben. Verschärft werde dieser Trend durch die immer noch stark wachsende Nutzung des Internets, die den Informationsgrad der Konsumenten und die Preistransparenz für Produkte und Dienstleistungen weiterhin massiv steigern werden. Für Magnus steht fest, dass ein simpler Produktverkauf in Zukunft kaum mehr funktionieren wird, weil intelligente Online-System á la ebay oder amazon.com binnen Sekunden umfassende Vergleiche zulassen werden.

Die Chance des Finanzvertriebs sieht der Zukunftsforscher, der etliche führende Industrieunternehmen berät, in der Tatsache, dass er den Zugang zum Kunden hat: „Wer näher am Kunden ist, gewinnt die Macht. Wer den Point-of-Sale beherrscht, wer Zugang zum Kunden hat und eine vertrauensvolle Kundenbeziehung aufbaut, gewinnt. Die Marke wird nicht mehr die der Komponente - also des Produkts oder des Produktanbieters - sein, sondern die des Beraters, der alles Nötige für den Konsumenten bündelt. Unternehmen, die eine solche Leistung erbringen, das Patchwork-Leben der Kunden passend unterstützen können und die neuen Technologien innovativ einsetzen, um die besten Produkte und Preise zu bieten, gewinnen.“ (siehe anhängende Studie „Die Zukunft der Finanzberatung).

MiFID: Die Uhr tickt

Ob die heimische Finanzdienstleister-Szene überhaupt eine Zukunft hat, hängt nicht zuletzt von der endgültigen Formulierung des neuen Wertpapieraufsichtsgesetzes ab. Derzeit werden, wie berichtet, ausgehend von der Regierungsvorlage die letzten Details daran fixiert. AWD-Chef Wolfgang Prasser, der in seiner Funktion als Wirtschaftskammerfunktionär die Interessen des Finanz- vertriebs in der Gesetzesdiskussion vertrat, erklärte in einem Kurzreferat, dass das Gesetz nun wesentlich günstiger für die Beraterbranche ausfallen dürfte, als ursprünglich zu befürchten war. In den nächsten Woche, am 13. Juli wird das Gesetz im Nationalrat behandelt, wird hinter den Kulissen jedoch von allen Interessensgruppen noch massiv Lobbying betrieben, um letzte Punkte durchzubringen bzw. abzuwenden.

Rechtsanwalt Ernst Brandl (www.btp.at) und Software-Anbieter Christian Grohs (FAIT Internet Software GmbH) stellten in Fuschl ein neues Programm vor, mit dessen Hilfe heimische Berater sozusagen automatisch MiFID-konform arbeiten sollen. Das Tool unterstützt und dokumentiert den Beratungsprozess unter Einhaltung aller WAG-Vorschriften bzw. Wohlverhaltensregeln. Der Preis dafür steht laut Grohs derzeit noch nicht fest.

Neue Zertifikate-Manufaktur

Constantin Veyder-Malberg, Vorstand der Capital Bank und Gastgeber der Veranstaltung nützte das Event um das neueste Projekt seines Hauses vorzustellen. Unter der Marke „Die Manufaktur“ will die Capital Bank in nächster Zeit eine Reihe innovativer Zertifikate-Lösungen entwickeln und vermarkten. Diese Papiere sollen sich von den Mainstream-Produkten dieses Marktes sowohl hinsichtlich der Underlyings als auch der Laufzeiten unterscheiden. Das erste Produkt wird laut Malberg ein China-Zertifikat mit weniger als zwei Jahren Laufzeit sein. Im Vorfeld der Sommer-Olympiade 2008, die in China stattfinden wird, kann der Investor in einen Korb chinesischer Aktien investieren, günstigstenfalls sind dabei 16 Prozent Kursgewinn möglich, ungünstigstenfalls bekommt der Anleger sein Kapital zurück.

Weitere Informationen:
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